Gute Nachrichten aus aller Welt

Vor 200 Jahren lag die Lebenserwartung in allen Ländern der Welt unter 40 Jahren und das reale, inflationsbereinigte Einkommen pro Jahr in Kaufkraftparität lag in allen Ländern unter 3.000 US Dollar.

100 Jahren später hatte sich in einem auf und ab aus fetten Jahren und Krisen in vielen Ländern Europas und in Nordamerika im Zuge der Industrialisierung zunächst die Wirtschaftskraft (Einkommen) und dann mit etwas Verzögerung die Gesundheit (Lebenserwartung) der Menschen deutlich verbessert. In den meisten anderen Ländern hatte sich allerdings nicht viel bewegt.

Heftige Einbrüche brachten fast überall die beiden Weltkriege mit sich, auf die aber eine schnelle Erholung folgte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann aber in allen Weltregionen und in allen Staaten der Welt eine Entwicklung zu mehr Gesundheit und höherer Kaufkraft. 1980 gab es außer Kambodscha, wo gerade erst die Schreckensherrschaft der Rothen Khmer beendet worden war, kein einziges Land mehr mit einer Lebenserwartung unter 40 Jahren.

2015 gab es keine Länder mehr mit einer Lebenserwartung unter 50 Jahren. Es herrscht zwar nach wie vor eine große Spannbreite zwischen sehr reich und sehr arm in Hinblick auf die Wirtschaftskraft, aber auch in den armen Ländern ist die Lebenserwartung enorm gestiegen.

Statt der Struktur einer Ersten, Zweiten und Dritten Welt zeigt sich eher ein Kontinuum auf dem sich alle Länder tendenziell nach oben (höhere Gesundheit) und nach rechts (höhere Wirtschaftskraft) bewegen.

Den Entwicklungsprozess im Zeitablauf veranschaulicht die nachfolgende Bilderserie, bei der die Positionsveränderung von vier Ländern China (rot), Ghana (blau), Brasilien (grün) und Deutschland (gelb) im Zeitablauf ab 1800 visualisiert wird. Die wilden Sprünge bei Deutschland sind dabei durch die beiden Weltkriege verursacht. Die Größe der Kreise zeigt die jeweilige Bevölkerungszahl an.

Position der Länder zum Startzeitpunkt 1800:

Veränderung bis 1900:

Veränderung bis 1945:

Veränderung bis 1980:

Veränderung bis 2015:

Bei allen Ungleichheiten (auch innerhalb der Länder): auf lange Sicht gesehen konvergiert die Welt hin zu mehr Gesundheit und Wohlstand – für alle.

Quellen und Artikel zum Thema:

Alle Bilder stammen aus einem interaktiven Visualisierungstool der gemeinnützigen Gapminder Foundation aus Schweden, die mit Statistiken und andere Informationen über die soziale, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung helfen will, die Lücke (gap) zwischen unserer Vorstellung von der Welt und der Welt, wie sie wirklich ist, ein wenig kleiner zu machen.

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