Trump unterstützt Extremisten und ermutigt Islamisten

Jayda Fransen, ist die stellvertretende Vorsitzende der Partei Britain First. Die Partei ist rechtsextremistisch, faschistoid, ultranationalistisch, christlich fundamentalistisch, EU-feindlich, islamfeindlich. Und unbedeutend. Sie hat erfolglos an Wahlen zum Unterhaus, zum Europäischen Parlament und an der Bürgermeisterwahl von London teilgenommen. Im November 2017 wurde ihr von der britischen Wahlkommission der Status als Partei entzogen.

Der Parteivorsitzende, Paul Golding, ist ebenso wie ein Jayda Fransen ein verurteilter Verbrecher. Golding wurde im Mai 2014 während einer Protestkundgebung vor der indischen Botschaft in London wegen krimineller Sachbeschädigung und Landfriedensbruch verhaftet. 2015 wurde Golding wegen Belästigung einer Frau für schuldig befunden, nachdem er Ihr Haus mit dem eines Mannes verwechselt hatte, der angeblich mit den Londoner Bombenanschlägen von 2005 in Verbindung stand.

Golding und Fransen wurden für schuldig befunden, eine politische Uniform getragen zu haben, was in Großbritannien seit 1936 eine Straftat ist. Beide wurden im September wegen religiöser Belästigung verhaftet und angeklagt. Es ging um den Inhalt von Flugblättern, die in Kent verteilt wurden und die Veröffentlichung von Online-Videos während eines Gerichtsverfahrens im Mai 2017. In Deutschland ist der Twitterkanal von Golding blockiert. Fransen wurde außerdem verurteilt, weil Sie eine muslimische Mutter von vier Kindern belästigte, weil die Frau ein Kopftuch trug.

Jayda Fransen drohte während des Wahlkampfs um das Bürgermeisteramt von London den „pro-EU, islam-liebenden“ Gegnern der Partei den Zorn der Britain First Bewegung an: „Wir werden nicht ruhen, bis jeder Verräter für seine Verbrechen gegen unser Land bestraft wurde. Und mit Bestrafung meine ich gute alte britische Gerechtigkeit am Ende eines Stricks!“

Am 18. November 2017 wurde Fransen in London von nordirischen Polizisten verhaftet, weil Sie am 6. August bei einer Kundgebung vor dem Rathaus von Belfast „drohende, beleidigende Worte oder Verhaltensweisen“ an den Tag gelegt haben soll. Sie muss deshalb am 14. Dezember vor Gericht erscheinen.

Donald Trump hat drei islamfeindliche Videos von Jayda Fransen retweetet. Die Reichweite des Twitter Accounts von Trump beträgt 44 Millionen Abonnenten. Und natürlich wird er auch medial intensiv reflektiert.

Die Videos waren betitelt: „Muslimischer Migrant schlägt niederländischen Jungen auf Krücken“, „Muslim zerstört Statue der Jungfrau Maria“ und “Islamistischer Mob stößt Teenager vom Dach und schlägt ihn tot.“ Weitere Informationen zum Gezeigten gab es nicht.

Tatsächlich haben die drei Videos folgenden Hintergrund:

  • Der ägyptische Teenager hatte im Juli 2013 nach dem Sturz der Muslimbrüder und deren Präsident Mursi in Ägypten durch das Militär während einer Anti-Militärdemo Steine auf Demonstranten geworfen. Die Demonstranten rächten sich an ihm. Der Mann, der den Teenager vom Dach stieß, wurde später zum Tode verurteilt und gehängt. Im Zuge der gewaltsamen Auseinandersetzungen wurden im August desselben Jahres an einem einzigen Tag in Kairo mehr als 800 Demonstranten durch das Militär getötet.
  • Der 16-jährige Junge, der im niederländischen Monnickendam einen anderen Jungen geschlagen hat, war kein Migrant, sondern wurde in der Niederlande geboren und ist dort aufgewachsen. Beide Jungen sind Niederländer. Der Angreifer wurde verhaftet, verurteilt und hat seine Strafe abgesessen. Das Video wurde auf Wunsch des Opfers von der Seite, auf der es ursprünglich geteilt wurde, entfernt.
  • Die Marienstatue wurde 2013 während des Bürgerkriegs in Qunaya, einem Dorf nahe Idlib, von einem militanten syrischen Prediger (Abo Omar Ghabra) der islamistischen Jabhet al-Nusra zerstört. Der Prediger schloss sich später dem Islamischen Staat an, konnte bei der Belagerung Raqqas fliehen, wurde aber später von syrischen Rebellen in Aleppo festgenommen. Die Zerstörung religiöser Symbole durch extremistische islamistische Gruppen wird von der breiten Masse der muslimischen Bevölkerung abgelehnt und verurteilt.

Frau Fransen ist ob der unerwarteten Unterstützung durch den US Präsidenten ekstatisch begeistert:

Genauso begeistert zeigte sich der ehemalige Anführer des Ku Klux Klan, David Duke:

Der Witwer der von einem Rechtsextremisten ermordeten britischen Abgeordneten Jo Cox reagierte dagegen empört auf das Handeln Trumps. „Trump hat die extreme Rechte in seinem Land legitimiert, nun versucht er es in unserem Land zu tun“, erklärte Brendan Cox. „Hass zu verbreiten hat Konsequenzen, und der Präsident sollte sich schämen.“

Ein Labour-Abgeordneter äußerte sich ähnlich entsetzt. „Trump teilt Britain First. Das muss man mal sacken lassen. Der Präsident der Vereinigten Staaten wirbt für eine faschistische, rassistische und extremistische Hassgruppe, deren Führer verhaftet und verurteilt wurden. Er ist kein Verbündeter oder Freund von uns. @realDonaldTrump Sie sind in meinem Land und meiner Stadt nicht willkommen.“

Das Büro der britischen Premierministerin May äußerte sich ebenfalls kritisch: „Es ist falsch, dass der Präsident dies getan hat. Britain First versucht, Gemeinschaften durch die Verwendung hasserfüllter Erzählungen zu spalten, die mit Lügen hausieren gehen und Spannungen schüren. Sie machen gesetzestreuen Menschen Angst.

Trump wies die Kritik prompt per Twitter zurück. „Theresa May – Konzentrieren Sie sich nicht auf mich, sondern auf den zerstörerischen radikalen islamischen Terrorismus, der sich im Vereinigten Königreich abspielt. Uns geht es gut!

Für Islamisten ist Hass gegen den Islam willkommene Propaganda. Wer sich und seinen Glauben von der westlichen Gesellschaft ungerechtfertigt verfolgt und diskriminiert sieht, wird umso leichter radikalisiert.

Trump bringt das Kunststück fertig gleichzeitig faschistische Extremisten UND Islamisten zu unterstützen.

Bizarr ist, dass Trump tatsächlich glaubt, die USA seien unter seiner Führung so angesehen und respektiert in der Welt, wie noch nie zu vor. Das stimmt natürlich. Es beschränkt sicher aber auf Diktatoren, Extremisten und die traditionellen weltpolitischen Gegenspieler der USA, wie Putin in Russland oder Xi Jinping in China, die ihn mit Ring in der Nase durch die Manage führen und sich darüber freuen dürfen, wie die USA sich selbst demontiert.

Quellen und Artikel zum Thema:

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